konzept
“Starkes Ich und starkes Wir”
Der Grashüpfer e.V. verfolgt ein Konzept, dass von den Eltern und den Erzieherinnen erarbeitet und getragen wird. Dieses Konzept basiert auf dem aktuellen Berliner Bildungsprogramm mit besonderem Augenmerk auf Integrationsarbeit.
Wie im Berliner Bildungsprogramm haben wir die Bereiche der pädagogischen Arbeit wie folgt eingeteilt:
- Körper/ Bewegung / Gesundheit
- soziales und kulturelles Leben
- Sprache/Kommunikation und Schriftkultur
- Bildnerisches Gestalten
- Musik
- Mathematische Grunderfahrungen
- Naturwissenschaftliche Grunderfahrungen
Da die Integrationsarbeit sich auf alle Bereiche des Kitaalltages und der pädagogischen Arbeit erstreckt, haben wir unsere konzeptionellen Überlegungen dazu voran gestellt. “Starkes ich und starkes Wir” bedeutet, dass selbstverständlich auch Kinder mit Behinderungen mit ihren besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten ihren Platz in der Kita-Gemeinschaft haben. Die Kinder erlernen einen respektvollen Umgang mit den Integrationskindern, nehmen Rücksicht und unterstützen ihre besonderen Gefährten im Alltag. Das geschieht in der Regel eher unauffällig durch kleine Handreichungen. Natürlich gibt es dabei Konflikte, gelegentliche Ausgrenzungen und immer wieder Fragen, warum er oder sie das jetzt nicht kann. An dieser Stelle stehen die Erzieherinnen allen Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Sie beobachten die Interaktionen in der Gruppe und beziehen ihre Schlussfolgerungen in ihre Arbeit ein.Grundsätzlich können bis zu drei behinderte Kinder aufgenommen werden.
Der Sprache und der Kommunikation kommt eine besondere Bedeutung bei, wenn es darum geht, die Kinder und deren Gemeinschaft zu stärken. Es gibt kaum einen Ort oder eine Zeit in unserer Kita, wo die Sprache und die Kommunikation
keine Rolle spielen. Dabei geht es uns darum, dass alle Kinder gehört werden, sich Gehör verschaffen können und lernen anderen zuzuhören. Sie sollen lernen, Konflikte durch Kommunikation zu lösen. Wir versuchen daher die sprachlichen, kommunikativen und langsam auch die schriftlichen Kompetenzen durch Rituale und feste Angebote zu stärken. Dabei ist an erster Stelle der Morgenkreis zu nennen. Die Erzieherinnen achten darauf, dass jedes Kind mal zu Wort kommt und auch das schüchterne Kind immer mehr ermutigt wird, z.B. gemeinsam mit einem anderen Kind, ein Lied vorzutragen bis es irgendwann allein etwas erzählt oder vorträgt. Bei den regelmäßig stattfindenden Gesprächskreisen geht es darum, den Kindern ein Medium zu geben, um ihre Meinung zu kitabezogenen Themen äußern zu können. Ziel ist es dabei, Mut zur Äußerung zu machen, vor anderen seine Ideen und Interessen vertreten zu können, das Abwägen und Zuhören zu lernen. Die Kinder sollen merken, dass sich auch die Erwachsenen an die dort getroffenen Vereinbarungen halten, ihre Stimme etwas bedeutet, sie wirklich etwas bewegen und Verantwortung übernehmen können. Diese Grundsätze gelten auch bei den gemeinsamen Gesprächsrunden zu geplanten Aktivitäten und insbesondere bei Projekten.
Um stark zu sein braucht jedes Kind einen gesunden Körper. Wir bieten den Kindern ausreichend Bewegung, im Freien, im Toberaum, beim Schwimmen oder in der nahgelegenen Turnhalle. Das Sportprogramm wird von den Erziehern mit 1/4 jährlichen Schwerpunkten geplant und dokumentiert. Einmal im Monat findet ein Waldtag bzw. besonderer Ausflug für alle Kinder ab 3 statt. Auch wenn die Kinder nicht im Freien sind, bietet der Tobe raum mit den verschiedenen Geräten (Kletterwand, Seilen, Bälle etc.) ausreichend Gelegenheit zur aktiven Bewegung, Geschicklichkeitsübungen und Körpererfahrung. Alle Kinder, die nicht mehr mittags schlafen, nehmen an den verschieden gestalteten Entspannungsübungen teil.
Beim Essen achten wir auf ausgewogene Ernährung aus ausschließlich biologischem Anbau. Einmal pro Woche wird mit den Kindern gekocht.
Starke Kinder brauchen viel Zeit und Raum, um ihre Fantasie und ihre Kreativität auszuleben und auszuprobieren. Um klar zu stellen wie sich dabei Erzieherinnen und Eltern grundsätzlich verhalten sollten, haben wir in Anlehnung an das Berliner Bildungsprogramm folgende Goldene Regeln formuliert:
Korrigiere niemals eine Zeichnung, eine Skulptur etc. des Kindes (sie können und sollen nicht den Maßstäben der Erwachsenen entsprechen).
- Der Weg führt nicht von einer schlechteren zu besseren Zeichnung, sondern von der weniger zu mehr differenzierten Zeichnung.
- Neugierig auf das zu sein, was das Kind in/über seine/r Zeichnung sagt ohne es jedoch dazu zu drängen es zu erläutern.
- werden keinerlei »Ausmalbilder, Mandalas etc« in unserer Kita zur Verfügung gestellt.
Nach dem Verständnis des Berliner Bildungsprogramms soll die gesamte Kitazeit das Kind auf die Schule vorbereiten. Darüber hinaus möchten wir den Kindern im letzten Betreuungsjahr einen besonderen Platz einräumen, um mit den Vorschulkindern spezielle Themen bzw. laufende Projekte zu vertiefen, Ihnen dafür Zeit und Raum zur Verfügung zu stellen.
Das gesamte Konzept des Grashüpfer e.V. kann hier als pdf heruntergeladen werden: Grashuepfer_Konzept
